Der Beirat der Initiative QI-Digital
In der strategischen Ausrichtung, konkreten Umsetzung und der Vernetzung mit Stakeholdern wird die Initiative von ihrem Beirat unterstützt.
Dem Gremium gehören neben Expert*innen aus Unternehmen und Verbänden auch Vertreter*innen aus Forschungseinrichtungen und Behörden sowie Akteure der QI an.
Der Beirat hat die Aufgabe, die Initiative QI-Digital zu beraten, Impulse zu setzen und beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Im Fokus steht die Schärfung des Bewusstseins für die Bedeutung und den Stellenwert der QI und deren digitaler Transformation für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein Schwerpunkt der Beiratsarbeit wird sein, die Marktanbindung der Aktivitäten der Initiative QI-Digital sicherzustellen. Hierbei geht es dem Beirat insbesondere darum, Impulse und Bedarfe aus der Praxis in die Initiative zu tragen. So können Handlungsfelder identifiziert und anwendungsgenaue, bedarfsgerechte Lösungen entwickelt werden.
Dr. Matthias Fankhänel (Senior Vice President i. R., Centers of Technical Expertise / BASF SE)
Markus Reigl (Director Technical Regulation & Standardisation / Siemens AG) - stellvertretender Vorsitzender
Heribert Schorn (Geschäftsführer / I²PS - Institute for International Product Safety GmbH) - stellvertretender Vorsitzender
Sandro Amendola (Abteilungspräsident / Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)), Dr. Reinhard Baumfalk (VP Global Engineering Factory Automation | Discrete Automation / Emerson | Aventics GmbH), Dr. Holger Berg (Stellv. Abteilungsleiter und Co-Leiter des Forschungsbereichs Digitale Transformation und Kreislaufwirtschaft / Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Anton Blöth (Sprecher der Geschäftsführung / VUP - Deutscher Verband Unabhängiger Prüflaboratorien), Dr. Joachim Bühler (Geschäftsführer und Mitglied des Präsidiums / TÜV-Verband), Dr. Sandra Drechsler (Abteilungsleiterin Technikpolitik und Standardisierung / Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA)), Elke Gehrke (Qualitätsmanagementbeauftragte / Stiftung Warentest), Vera Wesselkamp (Referentin technische Regulierung & Standardisierung / Bitkom e.V.), Dr. Thomas Holtmann (Abteilungsleiter Umwelt, Technik und Nachhaltigkeit / Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)), Prof. Dr. Thomas Knothe (Abteilungsleiter Geschäftsprozess- und Fabrikmanagement / Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik), Dr. Klaus Kreß (Head of Certification / Member of the Management / VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH), Klaus-Udo Marwinski (Leiter der Abteilung Technische Regulierung, Standardisierung. Telekommunikation /Bundesnetzagentur), Heinz-Günter Plegniere (Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement-Center (QMC) / Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)), Jochen Reinschmidt (Bereichsleiter Digitalisierung & Recht, Abteilungsleiter Digital- und Innovationspolitik / ZVEI e.V., Verband der Elektro- und Digitalindustrie), Ingo M. Rübenach (Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung / DQS Holding GmbH), Prof. Dr. Robert Schmitt (Präsident / Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ)), Prof. Dr. Philipp Slusallek (Geschäftsführender Direktor DFKI Saarbrücken & Leiter des Forschungsbereichs Agenten und Simulierte Realität / DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), Dr. Torsten Tracht (Stellv. Leiter / Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS)), Dr. Peter Ulbig (Direktor / Landesbetrieb Mess- und Eichwesen Niedersachsen (MEN)).
Dr. Thomas Alexander (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin); Dr. Tobias Bleyer ((Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin); Boris Böhme (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Dr. Arne Höll (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Magda Kemper (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Dirk Moritz (Bundesministerium für Arbeit und Soziales).
Fokusgruppen des Beirats
Um der Vielfältigkeit der Handlungsfelder der digitalen Transformation der Qualitätsinfrastruktur gerecht zu werden, ist die Arbeit des Beirats in Fokusgruppen organisiert.
Fokusgruppe 1: Anwendung, Internationales, Strategie
Leitung: Heribert Schorn (I2PS) und Dr. Matthias Fankhänel (ehemals BASF)
Mitglieder: Aus dem Beirat von QI-Digital
Die FG1 befasst sich mit der strategischen Verankerung auf internationaler Ebene. Ziel ist es, Konzepte so zu entwickeln und in relevante Gremien einzubringen, dass sie international akzeptierte Lösungen werden. Dazu gehören: Die Identifikation und Nutzung internationaler Netzwerke, der Aufbau von Allianzen, die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie zum Verständnis des Mehrwerts einer (digitalen) Qualitätsinfrastruktur und die Abstimmung mit Stakeholdern, um Akzeptanz zu sichern. Die Ergebnisse der Fokusgruppe werden dem Beirat zur Diskussion und Freigabe vorgelegt. Eine direkte Kommunikation mit politischen Akteuren erfolgt nicht durch die Fokusgruppe selbst, sondern über Wirtschaftsverbände und durch die Initiative.
Zudem konzentriert sich die FG1 auf die praxisnahe Umsetzung von Use Cases und die Entwicklung geeigneter Plattformen und Werkzeuge. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Darstellung einer durchgehenden Prozesskette über alle Use Cases hinweg, der Identifikation fehlender Schnittstellen und notwendiger technischer Anpassungen, der Anbindung an Konformitätsbewertungsstellen zur praxistauglichen Implementierung, und der Nutzung bestehender Definitionen und technischer Instrumente, um Doppelentwicklungen zu vermeiden. Die Fokusgruppe dient als Schnittstelle zwischen Theorie und praktischer Umsetzung, indem sie Erkenntnisse aus Pilotprojekten und Netzwerken aufgreift und ihre Ergebnisse dem Beirat zur strategischen Beratung bereitstellt.
Fokusgruppe 2: Marktüberwachung
Leitung: Dr. Peter Ulbig (Mess- und Eichwesen Niedersachsen), Magda Kemper (BMAS).
Mitglieder: Aus dem Beirat von QI-Digital, Marktüberwachungsbehörden (Eichdirektionen, ZLS, ZLG, BNetzA) und Industrie.
Die Marktüberwachung (MÜ) ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätsinfrastruktur und entscheidend für den Schutz des nationalen und europäischen Binnenmarktes. Die FG2 soll die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen der Marktüberwachung in einer digitalisierten Wirtschaft analysieren und Lösungsansätze entwickeln. Insbesondere sollen folgende Fragen adressiert werden:
- Welche Informationen, Daten, digitalen Zugänge benötigen Marktüberwachungsbehörden, um ihrer hoheitlichen Aufgabe zum Schutz des nationalen und europäischen Binnenmarktes nachzukommen,
- wie kann die MÜ angesichts der rasanten Zunahme internationaler Online-Handelsplattformen mit digitalen Werkzeugen sichergestellt werden
Dabei sollen Anforderungen an eine digitale QI aus Sicht der Marktüberwachungsbehörden abgeleitet und integriert werden.
Erste Arbeitsergebnisse der Fokusgruppe 2
Der Zoll und die Marktüberwachungsbehörden in Deutschland können ihre hoheitliche Aufgabe der Prüfung der Konformität einer steigenden Flut von Produkten, die auf den deutschen Markt kommen, nicht bewältigen. Mit dem Ansatz der stichprobenweisen Überprüfung von Produkten durch die Marktüberwachungsbehörden kann den derzeitigen Fehlentwicklungen am Markt – insbesondere hinsichtlich der Einfuhren aus Drittstaaten – nicht vollumfänglich begegnet werden. Aus diesem Grund hat die Initiative QI-Digital eine Fokusgruppe zum Themengebiet „Marktüberwachung" ins Leben gerufen. In dieser Gruppe arbeiten QI-Akteure gemeinsam mit Ländervertretern aus dem Bereich der Marktüberwachung, Vertretern des Bundes, Forschungsinstitutionen, der Geschäftsstelle des Deutschen Marktüberwachungsforums und der Industrie zum Schutz des Binnenmarktes an einem gangbaren Weg zur Verbesserung der derzeitigen Situation und wollen hierzu digitale Werkzeuge für die Marktüberwachung etablieren. In diesem Papier werden erste Ergebnisse dazu vorgestellt.
Fokusgruppe 3: Regulatorischer Rahmen
Leitung: Markus Reigl (Siemens)
Mitglieder: Aus dem Beirat von QI-Digital
Die FG3 befasst sich mit dem regulatorischen Rahmen auf europäischer und nationaler Ebene. Dabei sollen relevante Regulierungen identifiziert und analysiert werden, um zu bewerten, inwieweit sie die Ziele von QI-Digital begünstigen oder behindern. Ziele:
- Erstellung eines Überblicks der regulatorischen Landschaft (z. B. Akkreditierungsverordnung, Marktüberwachungsverordnung, NLF/CE-Richtlinien, Kennzeichnungspflichten).
- Erarbeitung eines Katalogs mit Querbezugs-Mapping zur Transparenz relevanter Inhalte und Zusammenhänge für QI-Digital.
- Entwicklung strategischer Vorschläge für die Einspeisung in den Legislativprozess, um frühzeitig Einfluss auf kommende regulatorische Entwicklungen zu nehmen.
Für die Einführung und Nutzung digitaler Werkzeuge in der Qualitätsinfrastruktur ist ein geeigneter Rechtsrahmen nötig. Mit seinem Thesenpapier "10 Prinzipien für gute Regelsetzung“ lädt der Beirat der Initiative QI-Digital zum Dialog über die Gesetzgebungs- und Regelsetzungspraxis ein. Das Papier gibt Empfehlungen für einen geeigneten Rechtsrahmen und die darunter liegende Regelsetzung der Institutionen der QI, welche die digitalen Lösungen für die QI unterstützen.
Das Papier richtet sich an nationale und europäische Gesetzgeber, Regelsetzer und weitere Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Es dient ausdrücklich auch als Grundlage für eine praxisorientierte Weiterentwicklung und Dialog zwischen den Akteuren. Gerne entwickeln wir es mit Ihnen weiter. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Fragen: info(at)qi-digital.de
Die Arbeitsergebnisse der Fokusgruppe 3 werden in diesem Abschlussbericht kurz vorgestellt. Auf Basis dieser inhaltlichen Arbeit wurden weitere Handlungsempfehlungen an die QI-Digital Initiative erarbeitet.




















