Neue AR-Experience im AM-Pilotprojekt: Monitoring wird sichtbar




Im AM-Showroom haben wir Martin Epperlein bei der Arbeit über die Schulter geschaut – und konnten dabei erstmals unsere Augmented-Reality-Anwendung testen, die die Daten des Monitorings in der additiven Fertigung visuell erlebbar macht. Die App zeigt auf beeindruckende Weise, wie unterschiedlich die Monitoringverfahren arbeiten und welche Daten sie generieren.
Gesamtbild: 12 Datenquellen für ein fertiges Bauteil
- 3 direkte Prozessbeobachtungsverfahren: Optische Thermographie (OT), Meltpool-Monitoring (MPM), Pulverkamera
- Eine nachgelagerte Prüfmethode: Computertomographie (CT)
- 8 zusätzliche Datenquellen aus der Anlage
Optische Tomographie (OT)
- Liefert 1 Bild pro Schicht
- Erfasst thermische Signale des Bauprozesses
- Arbeitet mit Langzeitbelichtung, um die thermische Prozessstrahlung sichtbar zu machen
- Industriell etabliertes Verfahren im AM-Monitoring
Meltpool-Monitoring (MPM)
- Zeichnet jeden einzelnen Vektor auf
- Datenvolumen: ca. 5 GB pro Schicht
- Höhere räumliche und zeitliche Auflösung
- Ermöglicht tiefere Einblicke – bei aber gleichzeitig riesigen Datenmengen
Die AR-Anwendung kombiniert diese Daten und zeigt u. a.:
- Visualisierungen von Produktionsfehlern wie Lufteinschlüssen
- Korrelationen zwischen Prozessgüte und Monitoringdaten
- Rückschlüsse von CT-Daten auf geeignete Monitoringverfahren: Welche Anomalie kann welches System erkennen – und in welcher Intensität?
Beispiel: Eine fertige Turbinenschaufel mit rund 2.500 Schichten und 0,06 mm Schichtdicke wird so in der AR schichtweise analysier- und erlebbar.
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